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	<title>Rechtslage &#8211; Infoplattform Grossraubtiere</title>
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	<description>Informationen zu Grossraubtieren im Naturpark Beverin &#38; Ela</description>
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		<title>Leitrüde des Beverinrudels erlegt</title>
		<link>https://infoplattform-grossraubtiere.ch/leitruede-des-beverinrudels-erlegt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Naturpark Beverin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Dec 2022 13:33:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[AJF]]></category>
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					<description><![CDATA[AJF, 7.12.2022 Am 8. November 2022 wurde auf dem Gebiet der Gemeinde Safiental ein mehrjähriger Wolfsrüde des Beverinrudels erlegt. Die genetische Identifikation des Tieres hat ergeben, dass es sich dabei um M92, das besonders schadenstiftende Vatertier des Rudels, handelt. Mit dem Abschuss des Leitwolfs M92 ist die durch das Bundesamt für Umwelt (BAFU) bewilligte Regulation [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">AJF, 7.12.2022</p>



<h3 class="wp-block-heading">Am 8. November 2022 wurde auf dem Gebiet der Gemeinde Safiental ein mehrjähriger Wolfsrüde des Beverinrudels erlegt. Die genetische Identifikation des Tieres hat ergeben, dass es sich dabei um M92, das besonders schadenstiftende Vatertier des Rudels, handelt.</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Abschuss des Leitwolfs M92 ist die durch das Bundesamt für Umwelt (BAFU) bewilligte Regulation des Beverinrudels abgeschlossen. Aus dem Monitoring ergeben sich bis heute keine Hinweise darauf, dass sich die soziale Organisation des Rudels dadurch verändert hat. So konnte beispielsweise zehn Tage nach dem Abschuss des Leitrüden mittels Fotofalle belegt werden, dass ein adulter Wolf, mutmasslich das weibliche Elterntier F37, und sechs diesjährige Welpen am Schamserberg gemeinsam unterwegs waren. Mit dieser Beobachtung kann der Kanton ausserdem der Auflage des BAFU nachkommen, die diesjährige Reproduktion des Rudels von mindestens sechs Welpen mit überprüfbaren Nachweisen zu belegen. Die Entwicklung des Beverinrudels wird weiterhin beobachtet. Nach Möglichkeit wird im Verlauf des Winters oder des kommenden Frühlings ein Wolf des Rudels mit einem GPS-Sender versehen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Leitrüde des Moesolarudels anstelle eines Jungwolfs erlegt</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Am 9. Oktober 2022 wurde auf dem Gebiet der Gemeinde Rheinwald durch die kantonale Wildhut ein Wolf aus dem Moesolarudel erlegt. Die genetische Untersuchung hat ergeben, dass es sich dabei anstelle eines Jungwolfs um den Leitrüden des Rudels handelt, was von der Bewilligung des BAFU nicht abgedeckt ist. Die Wildhut tätigte den Abschuss trotz sorgfältigen Vorgehens in rechtskonformer Absicht. Sie hatte den Wolf anhand des Verhaltens und der wahrgenommenen Grösse als Jungwolf eingeordnet und erlegt, als dieser in Begleitung eines weiteren Wolfs zu einem am Vortag gerissenen Schaf zurückkehrte. Welche Auswirkung der Abschuss des Leitrüden auf das Moesolarudel haben wird, ist wie beim Beverinrudel nicht voraussehbar. Die Genetikresultate weisen aber stark darauf hin, dass zum Rudel offenbar bereits vor dem Abschuss des Vatertiers der rudelfremde Wolfsrüde M297 dazugestossen war. Weitere Nachweise der vergangenen Wochen deuten darauf hin, dass im Rudel auch nach dem Abschuss mindestens zwei ausgewachsene Wölfe anwesend sind.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Das Bundesamt für Umwelt ist informiert</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das zuständige Amt für Jagd und Fischerei steht mit dem BAFU in Kontakt. Als nächste Schritte werden die Erkenntnisse aus den Beobachtungen des Beverinrudels periodisch mitgeteilt und der Abschuss aus dem Moesolarudel ordnungsgemäss dokumentiert.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.gr.ch/DE/institutionen/verwaltung/diem/ajf/ueberuns/aktuelles/Seiten/202212071.aspx" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Medienmitteilung des AJF</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Adulter Wolf des Beverinrudels erlegt</title>
		<link>https://infoplattform-grossraubtiere.ch/adulter-wolf-des-beverinrudels-erlegt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Naturpark Beverin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Nov 2022 15:42:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Naturpark Beverin]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtslage]]></category>
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					<description><![CDATA[AJF, 10.11.2022 Nachdem im Safiental bei Wolfsangriffen zum wiederholten Mal Schafe aus geschützten Herden gerissen wurden, konnte die kantonale Wildhut am Ort des letzten Rissereignisses einen adulten Wolfsrüden des Beverinrudels erlegen. Das erlegte Tier wird nun mittels DNA-Analyse identifiziert. In der Nacht vom 8. auf den 9. November 2022 hat die kantonale Wildhut nach Rissen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">AJF, 10.11.2022</p>



<h3 class="wp-block-heading">Nachdem im Safiental bei Wolfsangriffen zum wiederholten Mal Schafe aus geschützten Herden gerissen wurden, konnte die kantonale Wildhut am Ort des letzten Rissereignisses einen adulten Wolfsrüden des Beverinrudels erlegen. Das erlegte Tier wird nun mittels DNA-Analyse identifiziert.</h3>



<p class="wp-block-paragraph">In der Nacht vom 8. auf den 9. November 2022 hat die kantonale Wildhut nach Rissen von fachgerecht geschützten Schafen einen mehrjährigen Wolfsrüden des Beverinrudels erlegt. Das Bundesamt für Umwelt hatte dem Abschuss am 28. Oktober 2022 zugestimmt. Ob es sich dabei um M92, den zum Abschuss freigegebenen Leitwolf des Beverinrudels handelt, muss genetisch untersucht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Tier wird am Institut für Fisch- und Wildtiergesundheit der Universität Bern pathologisch untersucht und am Laboratoire de biologie de la conservation der Universität Lausanne genetisch identifiziert. Das Ergebnis der Identifikation kann voraussichtlich Mitte Dezember kommuniziert werden.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.gr.ch/DE/institutionen/verwaltung/diem/ajf/ueberuns/aktuelles/Seiten/202211101.aspx" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Originalbeitrag des AJF, 10.11.2022</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Weitere Wölfe werden erlegt</title>
		<link>https://infoplattform-grossraubtiere.ch/weitere-woelfe-werden-erlegt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Naturpark Beverin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Nov 2022 12:32:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[AJF]]></category>
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					<description><![CDATA[AJF 31.10.202 Mit Zustimmung des Bundesamtes für Umwelt verfügt der Kanton insgesamt drei weitere Wolfsabschüsse aus den beiden Wolfsrudeln Beverin und Wannaspitz. Dabei soll auch M92, das Vatertier des Beverinrudels, erlegt werden. Sowohl beim Beverinrudel als auch beim Wannaspitzrudel wurden in diesem Jahr Regulierungsabschüsse getätigt. Aus dem Beverinrudel wurden zwei Jungwölfe und aus dem Wannaspitzrudel [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em>AJF 31.10.202</em></p>



<h3 class="wp-block-heading">Mit Zustimmung des Bundesamtes für Umwelt verfügt der Kanton insgesamt drei weitere Wolfsabschüsse aus den beiden Wolfsrudeln Beverin und Wannaspitz. Dabei soll auch M92, das Vatertier des Beverinrudels, erlegt werden.</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Sowohl beim Beverinrudel als auch beim Wannaspitzrudel wurden in diesem Jahr Regulierungsabschüsse getätigt. Aus dem Beverinrudel wurden zwei Jungwölfe und aus dem Wannaspitzrudel ein Jungwolf erlegt. Im Verlauf des Alpsommers konnten sowohl beim Beverinrudel als auch beim Wannaspitzrudel höhere Welpenzahlen bestätigt werden, als dies erste Sichtungen nahelegten. Beim Beverinrudel wurden Ende August sieben Welpen nachgewiesen, beim Wannaspitzrudel gelang im September der Nachweis von sechs Welpen. Gemäss eidgenössischer Jagdgesetzgebung darf im Rahmen einer Rudelregulation bis zur Hälfte dieser Jungtiere erlegt werden. Das Bundesamt für Umwelt hat den entsprechenden Gesuchen des Kantons am 28. Oktober 2022 zugestimmt. Im Wannaspitzrudel dürfen demnach zusätzlich zum bereits erlegten Jungwolf zwei weitere Jungwölfe erlegt werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Vatertier des Beverinrudels M92 soll erlegt werden</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgrund des Nachweises einer höheren Reproduktionszahl beim Beverinrudel wurde neben den zwei bereits Ende Juli erlegten Tieren ein dritter Wolf zum Abschuss freigegeben. Dabei darf entweder ein weiterer Jungwolf erlegt werden oder das Vatertier M92. Aufgrund seines besonders problematischen Verhaltens soll mit dem dritten Abschuss das Vatertier M92 erlegt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Frist für den Abschuss des Vatertieres M92 endet am 31. Januar 2023, diejenige für Abschüsse von Jungwölfen endet am 31. März 2023.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h4 class="wp-block-heading">Weiterführende Informatinen</h4>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<ul class="wp-block-list"><li>Quelle: <a href="https://www.gr.ch/DE/institutionen/verwaltung/diem/ajf/ueberuns/aktuelles/Seiten/202210312.aspx" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Medienmitteilung </a>(AJF 31.10.2022)</li></ul>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://infoplattform-grossraubtiere.ch/wp-content/uploads/2022/11/Departementsverfuegung-DIEM.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Departementsverfügung betreffend Ergänzung Regulierung des Wolfsrudels Beverin</a> (DIEM, 31.10.2022)</li></ul>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://infoplattform-grossraubtiere.ch/wp-content/uploads/2022/11/Stellungnahme-BAFU_Beverin_28.10.2022.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Stellungnahme BAFU Regulation Beverinrudel</a> (BAFU, 28.10.2022)</li></ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wildhut erlegt zwei Jungwölfe des Beverinrudels</title>
		<link>https://infoplattform-grossraubtiere.ch/wildhut-erlegt-zwei-jungwoelfe-des-beverinrudels/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Naturpark Beverin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Aug 2022 17:03:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[AJF]]></category>
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					<description><![CDATA[AJF 2.8.2022 In der Nacht vom 31. Juli auf den 1. August 2022 hat die kantonale Wildhut zwei Wölfe des Beverinrudels erlegt. Bei den erlegten Tieren handelt es sich um männliche Jungwölfe. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) hatte am 14. Juli 2022 auf Gesuch des Kantons Graubünden den Abschuss zweier Jungwölfe aus dem Beverinrudel bewilligt, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em>AJF 2.8.2022</em></p>



<h3 class="wp-block-heading">In der Nacht vom 31. Juli auf den 1. August 2022 hat die kantonale Wildhut zwei Wölfe des Beverinrudels erlegt. Bei den erlegten Tieren handelt es sich um männliche Jungwölfe.</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) hatte am 14. Juli 2022 auf Gesuch des Kantons Graubünden den Abschuss zweier Jungwölfe aus dem Beverinrudel bewilligt, nachdem dieses innert weniger Tage auf zwei nahe gelegenen Alpen in deren Streifgebiet zwei ausgewachsene <a href="https://infoplattform-grossraubtiere.ch/woelfe-reissen-mutterkuh/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mutterkühe </a>und davor ausserdem eine hohe Zahl an Schafen gerissen hatte. Die Wildhut konnte die beiden Jungwölfe in der Nacht auf den 1. August auf der Stutzalp in unmittelbarer Nähe einer Schafherde erlegen. Die beiden erlegten Wölfe werden nun für die pathologische Untersuchung an das Zentrum für Fisch- und Wildtiermedizin (FIWI) in Bern überführt. Die genetische Untersuchung wird am Laboratoire de Biologie de la Conservation der Universität Lausanne vorgenommen. Die Wildhut überwacht das Streifgebiet des Rudels weiterhin intensiv, insbesondere um weitere Erkenntnisse zu dessen aktueller Reproduktion zu erhalten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Weitere Abschüsse notwendig</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Beverinrudel zeigt seit mehreren Jahren eine zunehmend konfliktträchtige Entwicklung. Aus fachlicher Sicht ist zu erwarten, dass diese Entwicklung alleine durch Jungtierabschüsse nicht zu verhindern ist. Das Ziel des Kantons bleibt deshalb, im Rahmen der schweizerischen Rechtsordnung, die Entfernung des gesamten Beverinrudels und der Abschuss des besonders auffälligen Vatertiers M92.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zwei junge Wölfe aus dem Beverinrudel dürfen geschossen werden</title>
		<link>https://infoplattform-grossraubtiere.ch/zwei-junge-woelfe-aus-dem-beverinrudel-duerfen-geschossen-werden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Naturpark Beverin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Jul 2022 08:28:15 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[AJF 15.07.2022 Der Kanton Graubünden reagiert auf die jüngsten Rissvorfälle des Beverinrudels und hat den Abschuss von zwei Jungtieren aus dem verhaltensauffälligen Wolfsrudel bewilligt. Am Mittwochabend hatte das Rudel auf der Alp Nera am Schamserberg zum zweiten Mal eine Mutterkuh angegriffen und sie so schwer verletzt, dass sie eingeschläfert werden musste. Der Abschuss von zwei [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em>AJF 15.07.2022</em></p>



<h3 class="wp-block-heading">Der Kanton Graubünden reagiert auf die jüngsten Rissvorfälle des Beverinrudels und hat den Abschuss von zwei Jungtieren aus dem verhaltensauffälligen Wolfsrudel bewilligt. Am Mittwochabend hatte das Rudel auf der Alp Nera am Schamserberg zum zweiten Mal eine Mutterkuh angegriffen und sie so schwer verletzt, dass sie eingeschläfert werden musste. Der Abschuss von zwei Jungtieren aus dem Beverinrudel wurde vom Bundesamt für Umwelt genehmigt. Das Ziel des Kantons bleibt die Entfernung des gesamten Rudels und der Abschuss des besonders auffälligen Vatertiers M92 im Rahmen der schweizerischen Rechtsordnung.</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Vorfall von Mittwochabend, 13. Juli 2022, handelt es sich um den zweiten Fall innert weniger Tage, bei dem eine ausgewachsene Kuh von Wölfen angegriffen wurde. Vergangene Woche wurde eine Mutterkuh getötet, nun wurde ein Tier so schwer verletzt, dass es eingeschläfert werden musste. Beide Angriffe können dem Beverinrudel zugeordnet werden. Sie zeigen eine besorgniserregende Verhaltensentwicklung des Rudels, auf die reagiert werden muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um Wolfsrudel durch Abschüsse regulieren zu können, muss nach Bundesrecht eine Schadensschwelle überschritten werden und das jeweilige Rudel muss Nachwuchs erhalten haben. Die Schadensschwelle war bereits vor den beiden aktuellen Vorfällen erreicht. Nun gibt es auch konkrete Hinweise darauf, dass das Beverinrudel in diesem Jahr Nachwuchs erhalten hat. Als dringliche Sofortmassnahme zur Vergrämung der Wölfe und zur Stärkung der Abwehr von Schäden und Nachteilen zulasten von Landwirtschaft, Tourismus und Bevölkerung vor Ort hat der Vorsteher des Departementes für Infrastruktur, Energie und Mobilität (DIEM) nun den Abschuss von zwei Jungtieren des Rudels angeordnet. Die Massnahme wird vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) gestützt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Weiterführende Massnahmen sind notwendig</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kanton wird sich mit aller Kraft dafür einsetzen, dass weitere Regulationsabschüsse möglichst zeitnah möglich sind. Er will insbesondere auch das Vatertier M92, von dessen Verhalten die Angriffe ausgehen, töten und im Rahmen der schweizerischen Rechtsordnung letztlich das gesamte Beverinrudel entfernen lassen. Die Handlungsfreiheit des Kantons ist dabei allerdings rechtlich beschränkt (Eidgenössische Jagdgesetzgebung; Richtlinien des Bundesamts für Umwelt; Anwendbarkeit der Polizeigeneralklausel). Beim aktuellen Wolfsbestand und angesichts der unterschiedlichen Verhaltensentwicklungen von Wölfen fordert der Kanton Graubünden deshalb auch ganz grundsätzlich die rechtliche Möglichkeit, einzelne problematische Rudel entfernen zu können. Der Kanton wird sich dafür auch im Rahmen der angestossenen Gesetzes- und Verordnungsrevisionen auf Bundesebene mit aller Entschlossenheit einsetzen.</p>



<hr class="wp-block-separator"/>



<p class="wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.gr.ch/DE/institutionen/verwaltung/diem/ajf/grossraubtiere/aktuell/news/Seiten/202207151.aspx" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Medienmitteilung des AJF vom 15.7.2022</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Entscheid des BAFU zum Gesuch des Kantons Graubünden um Regulierung des Wolfsrudels Beverin</title>
		<link>https://infoplattform-grossraubtiere.ch/entscheid-des-bafu-zum-gesuch-des-kantons-graubuenden-um-regulierung-des-wolfsrudels-beverin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Naturpark Beverin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Sep 2021 11:52:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[AJF]]></category>
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					<description><![CDATA[Mitteilung des AJF, 6.9.2021 Mit Schreiben vom 3. September 2021, eingegangen am 6. September 2021 hat das BAFU Stellung genommen zum Gesuch des Kantons Graubünden um Regulierung des Wolfsrudels Beverin.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em>Mitteilung des AJF, 6.9.2021</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Schreiben vom 3. September 2021, eingegangen am 6. September 2021 hat das BAFU Stellung genommen zum Gesuch des Kantons Graubünden um Regulierung des Wolfsrudels Beverin.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



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			</item>
		<item>
		<title>Departementsverfügung betreffend Regulierung des Wolfsrudels Beverin</title>
		<link>https://infoplattform-grossraubtiere.ch/departementsverfuegung-betreffend-regulierung-des-wolfsrudels-beverin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Naturpark Beverin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Sep 2021 11:44:16 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Mitteilung des AJF, 6.9.2021 Mit Verfügung vom 6. September 2021 hat das Departement für Infrastruktur, Energie und Mobilität (DIEM) die Abschussbewilligung für drei Jungwölfe aus dem Beverinrudel erlassen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em>Mitteilung des AJF, 6.9.2021</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Verfügung vom 6. September 2021 hat das Departement für Infrastruktur, Energie und Mobilität (DIEM) die Abschussbewilligung für drei Jungwölfe aus dem Beverinrudel erlassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



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		<item>
		<title>Naturpark Beverin steht ein für eine rasche Regulierung von Problemtieren</title>
		<link>https://infoplattform-grossraubtiere.ch/naturpark-beverin-steht-ein-fuer-eine-rasche-regulierung-von-problemtieren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Naturpark Beverin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Aug 2021 10:07:04 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Naturpark Beverin]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtslage]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Wolfspopulation in der Schweiz und vor allem im Kanton Graubünden, hat sich in den letzten Jahren stark nach oben entwickelt. Dies bringt enorme Herausforderungen für das Zusammenleben von Mensch und Wolf mit sich. Der Naturpark hat keinen gesetzlichen Auftrag im Bereich Grossraubtiere. Das Monitoring, die Rissentschädigungen sowie die allfällige Regulation liegt beim Amt für [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Wolfspopulation in der Schweiz und vor allem im Kanton Graubünden, hat sich in den letzten Jahren stark nach oben entwickelt. Dies bringt enorme Herausforderungen für das Zusammenleben von Mensch und Wolf mit sich.</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Der Naturpark hat keinen gesetzlichen Auftrag im Bereich Grossraubtiere. Das Monitoring, die Rissentschädigungen sowie die allfällige Regulation liegt beim Amt für Jagd und Fischerei (AJF), der Herdenschutz wird durch den Plantahof betreut. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In Zukunft möchte sich der Naturpark eine Rolle schaffen, um im Sinne der Bevölkerung, der Landwirtschaft sowie dem Natur- und Landschaftsschutz im Naturpark zu agieren. Der Naturpark bezieht weder für noch gegen den Wolf Stellung, sondern engagiert sich für eine sachliche und konstruktive Lösungsfindung im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bezug nehmend auf den vom AJF eingereichten Antrag zur Regulation des Beverinrudels (<em><a href="https://www.gr.ch/DE/institutionen/verwaltung/diem/ajf/grossraubtiere/aktuell/news/Seiten/Abschussgesuch-f%C3%BCr-die-Regulierung-des-Beverinrudels.aspx" target="_blank" rel="noopener">Medienmitteilung des AJF vom 25.8.2021</a></em>) steht der Naturpark Beverin für eine rasche Regulierung von Problemtieren, eine grundsätzliche Regulation des Wolfsbestands und der Schaffung dafür notwendiger gesetzlicher Möglichkeiten ein.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Abschussgesuch für die Regulierung des Beverinrudels</title>
		<link>https://infoplattform-grossraubtiere.ch/abschussgesuch-fuer-die-regulierung-des-beverinrudels/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Naturpark Beverin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Aug 2021 09:23:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[AJF]]></category>
		<category><![CDATA[Naturpark Beverin]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtslage]]></category>
		<category><![CDATA[Wolf]]></category>
		<category><![CDATA[abschussgesuch]]></category>
		<category><![CDATA[ajf]]></category>
		<category><![CDATA[beverinrudel]]></category>
		<category><![CDATA[esel]]></category>
		<category><![CDATA[graubünden]]></category>
		<category><![CDATA[kanton]]></category>
		<category><![CDATA[schams]]></category>
		<category><![CDATA[wolf]]></category>
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					<description><![CDATA[Auf einer Alp am Schamserberg ist es zwischen der Hirtin und Wölfen zu zwei gefährlichen Begegnungen gekommen. Das Amt für Jagd und Fischerei (AJF) hat nun beim Bundesamt für Umwelt (BAFU) einen Antrag zur Regulation des Beverinrudels gestellt. Da auch das Vatertier wiederholt ein sehr problematisches Verhalten aufzeigt, wurde auch ein Abschuss dieses problematischen Elterntieres [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Auf einer Alp am Schamserberg ist es zwischen der Hirtin und Wölfen zu zwei gefährlichen Begegnungen gekommen. Das Amt für Jagd und Fischerei (AJF) hat nun beim Bundesamt für Umwelt (BAFU) einen Antrag zur Regulation des Beverinrudels gestellt. Da auch das Vatertier wiederholt ein sehr problematisches Verhalten aufzeigt, wurde auch ein Abschuss dieses problematischen Elterntieres beantragt.</h4>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Medienmitteilung des AJF vom 25.8.2021</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf einer Alp am Schamserberg ist es kürzlich zwischen der Hirtin und Wölfen zu zwei gefährlichen Begegnungen gekommen. Beim ersten Ereignis war die Hirtin zum Rekognoszieren einer Weidefläche mit dem Hirtenhund unterwegs, als ein Wolf sie von hinten auf einer Distanz von circa zehn Metern überraschte und anknurrte. Die Hirtin verhielt sich entsprechend den Empfehlungen des AJF und machte laut auf sich aufmerksam. Daraufhin entfernte sich das Wildtier. Eine Woche nach diesem Vorfall befand sich die Hirtin wiederum im selben Alpgebiet, als sie von drei Wölfen überrascht wurde. Sie griffen den Hirtenhund an und entfernten sich erneut erst, nachdem die Hirtin mit bestimmter Stimme auf sich aufmerksam gemacht hatte. Später am gleichen Tag beobachteten die Hirtin und zwei Bauern aus der Entfernung am Begegnungsort mindestens sechs Welpen sowie fünf ausgewachsene Wölfe. Da sich die Vorfälle im Streifgebiet des Beverinrudels ereignet haben, ist davon auszugehen, dass es sich um Wölfe des Beverinrudels handelt, das sich in diesem Jahr wieder reproduziert hat. Die Bevölkerung am Schamserberg macht sich grosse Sorgen um die Sicherheit von Mensch und Tier.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Antrag zur Regulation des Wolfsrudels eingereicht</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Einschätzung der kantonalen Wildhut handelt es sich um zwei plausible Darlegungen sehr problematischen Verhaltens von Wölfen mit dem Potential zur Gefährdung von Menschen gemäss Definition des <a href="https://infoplattform-grossraubtiere.ch/wp-content/uploads/2019/10/konzept_wolf_schweiz_vollzugshilfe_BAFU.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Konzepts Wolf Schweiz</a>. Das AJF hat wegen dieser beiden Ereignisse mit aggressivem Verhalten von Wölfen nun beim BAFU einen Antrag zur Bewilligung einer Regulation des Beverinrudels gestellt. Zudem ist im Streifgebiet des Beverinrudels auch die Schwelle der Anzahl gerissener Nutztiere in konform geschützten Schaf- und Ziegenherden erreicht. Auch dieser weitere Grund lässt gemäss Antrag des AJF eine Bewilligung des BAFU für eine Regulierung des Wolfsrudels zu. Hinzu kommt, dass das Vatertier des Beverinrudels schon wiederholt ein problematisches Verhalten aufgezeigt hat, weshalb zugleich eine Bewilligung für den Abschuss auch dieses Elterntieres beantragt wird. Es ist davon auszugehen, dass die drei während dieser Weidesaison verletzten Esel und zwei verletzte Rinder möglicherweise auch noch zu Lasten dieses Rudels gehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Besorgnis über aktuelle Entwicklung des Verhaltens der Wölfe</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die zuständigen Behörden des Kantons stellen besorgt fest, dass sich Wölfe vermehrt auch in Herden von Tieren der Rinder- und Pferdegattung wagen und in diesen auch Tiere zum Teil sehr stark verletzen. Dies entspricht im Vergleich zur Gefährdungs- und Schadensentwicklung bei Schafen und Geissen einer neuen, schwerer wiegenden Eingriffstiefe. Hinzu kommt, dass sich in den letzten Wochen erstmals auch gefährliche Begegnungen zwischen Menschen und Wölfen ereignet haben. Die Entwicklung der verschiedenartigen Wolfsereignisse zeigt auf, dass die gesetzlichen Vorgaben in den Bereichen Herdenschutz und Wolfsmanagement der sehr schnellen Wolfsentwicklung hinterherhinken. Die zuständigen Behörden des Kantons ersuchen den Bund mit Nachdruck, die einschlägigen Vorschriften zum Abschuss von Wölfen in schweren Fällen wie zum Beispiel bei einer Gefährdung von Menschen zeitnah und effektiv zu flexibilisieren.</p>



<hr class="wp-block-separator"/>



<h2 class="wp-block-heading">Weiterführende Informationen</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zahlreiche weitere Meldungen zu Grossraubtier-Ereignissen</strong>:<br><a href="https://www.gr.ch/DE/institutionen/verwaltung/diem/ajf/grossraubtiere/aktuell/news/Seiten/News.aspx" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Aktuelle Meldungen des AJF</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Auskunftsperson betreffend Grossraubtiere:</strong><br>Dr. Adrian Arquint, Leiter Amt für Jagd und Fischerei, Tel. +41 81 257 38 92, E-Mail <a href="mailto:Adrian.Arquint@ajf.gr.ch">Adrian.Arquint@ajf.gr.ch</a> (telefonisch erreichbar zwischen 8:00 – 9:00 Uhr und 12:30 – 13:30 Uhr)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Auskunftsperson Alpgenossenschaft:</strong><br>Peter Küchler, Direktor Plantahof, Tel. +41 81 257 60 01, E-Mail <a href="mailto:Peter.Kuechler@plantahof.gr.ch">Peter.Kuechler@plantahof.gr.ch</a> (telefonisch erreichbar zwischen 12:00 Uhr und 13:30 Uhr)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quelle:</strong><br><a href="https://www.gr.ch/DE/institutionen/verwaltung/diem/ajf/grossraubtiere/aktuell/news/Seiten/Abschussgesuch-f%C3%BCr-die-Regulierung-des-Beverinrudels.aspx" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Medienmitteiung AJF 25.8.2021</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>«Ex oriente lux» – Aus dem Osten (kommt) das Licht, ein Wink aus Graubünden nach Bern</title>
		<link>https://infoplattform-grossraubtiere.ch/1802-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Reiner Schilling]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Jul 2021 09:00:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wolf]]></category>
		<category><![CDATA[Herdenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Naturpark Beverin]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtslage]]></category>
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					<description><![CDATA[Mögliches Pilotprojekt als Test zur Regulation der Wolfspopulation in Graubünden. Die beiden Bündner Regierungsräte Mario Cavigelli und Marcus Caduff haben Ende Juni 2021 BAFU Direktorin Frau Dr. Katrin Schneeberger zu einer Begehung auf Alp Stutz nach Splügen eingeladen. Moderiert wurde der Anlass mit einer gut zwanzig-köpfigen Delegation von Plantahof Direktor Peter Küchler. Wie kaum eine [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Mögliches Pilotprojekt als Test zur Regulation der Wolfspopulation in Graubünden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die beiden Bündner Regierungsräte Mario Cavigelli und Marcus Caduff haben Ende Juni 2021 BAFU Direktorin Frau Dr. Katrin Schneeberger zu einer Begehung auf Alp Stutz nach Splügen eingeladen. Moderiert wurde der Anlass mit einer gut zwanzig-köpfigen Delegation von Plantahof Direktor Peter Küchler</strong>.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1000" height="563" src="https://infoplattform-grossraubtiere.ch/wp-content/uploads/2021/07/Alp_Stutz_BAFU_DelegationGR_20210630_112930.jpeg" alt="" class="wp-image-1812" srcset="https://infoplattform-grossraubtiere.ch/wp-content/uploads/2021/07/Alp_Stutz_BAFU_DelegationGR_20210630_112930.jpeg 1000w, https://infoplattform-grossraubtiere.ch/wp-content/uploads/2021/07/Alp_Stutz_BAFU_DelegationGR_20210630_112930-980x552.jpeg 980w, https://infoplattform-grossraubtiere.ch/wp-content/uploads/2021/07/Alp_Stutz_BAFU_DelegationGR_20210630_112930-480x270.jpeg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1000px, 100vw" /><figcaption>Eine Delegation aus Graubünden begleitete BAFU Direktorin Katrin Schneeberger auf Alp Stutz.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wie kaum eine andere Schafalp in Graubünden ist Alp Stutz im Fokus des Konflikts zwischen Landwirtschaft und Grossraubtieren. Nach grossen Rissschäden im Sommer 2019 wurden umfangreich in den Herdenschutz investiert. Trotz den eingeleiteten Massnahmen kam es letzten und bereits diesen Sommer zu Rissen. Auf Alp Stutz sömmern derzeit auf rund 450 ha Weideland 110 Mutterkühe (ohne Abkalbungen), Jung- und Galtvieh sowie rund 350 Mutterschafe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gemeindepräsident Christian Simmen stellte zu Beginn die Gemeinde Rheinwald vor und ging näher auf die Situationen und Begegnungen mit Wölfen im vergangenen Winter ein. So kam es neben zahlreichen Wildtierrissen am Talboden, zu Sichtungen in den Siedlungen und auch zu Begegnungen mit Menschen. Kasper Nicca, seit 44 Jahren Aktuar und Alpverantwortlicher von Alp Stutz und einer von sieben Genossenschaftern betonte gegenüber der BAFU Direktorin: «Es darf nicht so weit kommen, dass der Pächter aufgibt und keine Schafe mehr bringt.» Philipp Jacobi aus Meikirch bei Bern ist dieser Pächter und das im dritten Jahr. Letzten Sommer zählte er 43 offizielle Risse, die trotz Herdenschutzkonzept und ständigen Optimierungen (weitere Herdenschutzhunde, stärkere Zaungeräte) stattfanden. Das Eintreiben am späteren Nachmittag in den Nachtpferch sei bei Regen lebensgefährlich, einzelne versteckte Schafe blieben immer wieder zurück und wurden meist gerissen. Dies waren nach Jacobi gezielte Angriffe durch den Wolf.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="562" src="https://infoplattform-grossraubtiere.ch/wp-content/uploads/2021/07/Alp_Stutz_BAFU_Schafe_HSH_20210630_112828.jpeg" alt="" class="wp-image-1813" srcset="https://infoplattform-grossraubtiere.ch/wp-content/uploads/2021/07/Alp_Stutz_BAFU_Schafe_HSH_20210630_112828.jpeg 1000w, https://infoplattform-grossraubtiere.ch/wp-content/uploads/2021/07/Alp_Stutz_BAFU_Schafe_HSH_20210630_112828-980x551.jpeg 980w, https://infoplattform-grossraubtiere.ch/wp-content/uploads/2021/07/Alp_Stutz_BAFU_Schafe_HSH_20210630_112828-480x270.jpeg 480w" sizes="auto, (min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1000px, 100vw" /><figcaption>Verstreut über die gesamte Koppel ziehen Schafe und Herdenschutzhunde (rechts im Bild) lang.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Beratung wird Herdenschutzkonzepte weiter ausarbeiten</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Herdenschutzberatung am Plantahof wurde inzwischen auf insgesamt sechs Regionalberater erweitert, erklärte Batist Spinatsch als Leiter Beratung. Ziel sei es, ein einzelbetriebliches Herdenschutzkonzept für alle Kleinviehalpen im Kanton Graubünden einzuführen. Ein Ampelsystem verdeutliche die Stufe der umgesetzten und wirksamen Massnahmen. Alp Stutz steht derzeit auf gelb, da beispielweise eine komplette Umzäunung unmöglich sein wird und gewisse Sektoren nicht schützbar sind. Trotz Massnahmen gäbe es nach Spinatsch Risse und diese wiederum fänden keine offizielle Anerkennung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Amtsleiter vom Amt für Jagd und Fischerei (AJF) sind für Adrian Arquint die Grenzen möglicher Massnahmen erreicht. Die derzeitige Regulation sei nicht praktikabel, denn derzeit lebten rund 50 Wölfe im Kanton deren Bestand sich alle zwei Jahre verdopple. Regierungsrat Marcus Caduff ergänzte, dass die Regulation als dritte Herdenschutzmassnahme gesehen werden sollte. Beim Rot- und Steinwild würde diese bereits erfolgreich praktiziert. Eine angemessene Verteilung von Wolfsrudeln gemäss KORA-Bericht sieht Cavigelli bereits kantonal erreicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Unverhältnismässiger Mehraufwand für alle Beteiligten</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus Sicht von Wildhüter Markus Egle sei die Situation rund um Wolfrisse unberechenbar geworden und gehe persönlich sehr nahe. Es bestünde zu viel Bürokratie, zu hohe und zu viele Anforderungen seitens des BAFU. Alles zusammen brächte Zusatzaufgaben und Mehraufwand für die vorwiegend Teilzeitangestellten beim AJF sowie bei den Landwirten und beim Alppersonal. «Es wurde bereits viel geleistet», betonte er. Peter Küchler nannte es eine «Schönwetteradministration, die in Graubünden nicht mehr möglich ist.»</p>



<p class="wp-block-paragraph">Philipp Jacobi zeigte auf, dass ein Ereignis 2020 mit einem Riss für den Wildhüter einen Tag Arbeit beschert hat. Auf Alp Stutz gab es 43 Ereignisse im letzten Sommer. Wildhüter Michael Eichhof beschrieb den Sommer davor mit später Alpentladung und folglich vielen Rissen im gleichen Muster durch M92 – einer Art Handschrift. Die Wölfe lernten aus jedem erfolgreichen Riss, so Wildhüter Egle. Sofortmassnahmen hätten hierbei möglicherweise geholfen, ist er überzeugt. Er wünschte sich daher einfache Lösungen bei der Problematik. Sein Vorgesetzter Adrian Arquint ergänzte, dass letztes Jahr 250 Risse im Kanton erfolgten.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="563" src="https://infoplattform-grossraubtiere.ch/wp-content/uploads/2021/07/Alp_Stutz_BAFU_Kuechler_Jacobi_Nicca_20210630_114614.jpeg" alt="" class="wp-image-1814" srcset="https://infoplattform-grossraubtiere.ch/wp-content/uploads/2021/07/Alp_Stutz_BAFU_Kuechler_Jacobi_Nicca_20210630_114614.jpeg 1000w, https://infoplattform-grossraubtiere.ch/wp-content/uploads/2021/07/Alp_Stutz_BAFU_Kuechler_Jacobi_Nicca_20210630_114614-980x552.jpeg 980w, https://infoplattform-grossraubtiere.ch/wp-content/uploads/2021/07/Alp_Stutz_BAFU_Kuechler_Jacobi_Nicca_20210630_114614-480x270.jpeg 480w" sizes="auto, (min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1000px, 100vw" /><figcaption>Schafhalter und Alppächter Philipp Jacobi (Mitte) spricht aus der Praxis. Links Plantahof Direktor Peter Küchler, rechts Alpverantwortlicher Kaspar Nicca.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Schilderungen aus der Praxis und Realität</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Christa Buchli, Präsidentin Bündner ÄlplerInnenverein ist die mittlerweile etablierte Mutterkuhhaltung eine grosse Herausforderung für das Alppersonals. Bei den Älplern sei der &nbsp;&nbsp;Herdenschutz so weit angekommen und würde so gut es geht umgesetzt. Vermehrt gäbe es aber Rückmeldungen von unruhigen und aggressiven Mutterkühen in Zusammenhang mit der Wolfpräsenz. An die Adresse des BAFU frage sie sich wer dies verantworten könne und wolle, wenn es so zu Unfällen mit Menschen kommt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Martin Caduff aus Lumbrein präsidiert die neu gegründete Fachkommission Grossraubtiere beim Bündner Bauernverband. Er zeigte sich trotz Auseinandersetzung mit der Thematik Wolf und Einhaltung von Vorgaben immer wieder überrascht. Der Wolf unterscheide nicht zwischen Heim- und Alpbetrieb. Lange hätten Mutterkuhalter ihre Tiere auf Umgänglichkeit selektiert. Zum Schutz der Herde vor dem Wolf benötige es allerdings andere Charaktere von Mutterkühen. Die schlimmste Bedingung seitens der Landwirte sei nach Caduff die fehlende Handhabe und Perspektive. «Uns sind die Hände gebunden.» Gestärkt wird er von Silvan Caduff, Präsident Bauernverein Surselva. Dieser berichtete von einem Vorfall mit einem Riss auf dem Nachbarbetrieb. Eine Woche nach Alpbestossung sei ein Rind nach Sichtung von Wölfen ausgebrochen und war nicht mehr aufzuhalten. «Hier darf man nicht wegschauen», so Caduff.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Katrin Schneeberger erklärte, dass diese genannten Schilderungen und Äusserungen bei ihr Spuren hinterlassen haben. Aber es seien auch grosse Erwartungen an die komplexe Maschinerie Bundesbern gestellt worden. Sie wünsche, dass die Rolle des BAFU auch verstanden würde. Es gelte kompromissfähige Lösungen zu erarbeiten auch im Austausch mit den anderen Interessensvertretern. Vom Naturpark Beverin schilderte Reiner Schilling den Wunsch aus dem Gemeindevorstand Rheinwald und der Landwirtschaft sich mit Wolfbefürwortern auszutauschen. Der Naturpark wird diesen Vorschlag aufgreifen ein Treffen organisieren und moderieren. Peter Küchler stellte fest, dass es kaum noch Äusserungen zur Ausrottung vom Wolf gäbe. Von Seiten der Befürworter sei allerdings kein Entgegenkommen spürbar. Er forderte, dass diese einen Schritt auf die Landwirtschaft zugehen und der dringend nötigen Regulation zustimmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Katrin Schneeberger versprach einen Beitrag für einen möglichen Austausch in die Wege zu leiten.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="563" src="https://infoplattform-grossraubtiere.ch/wp-content/uploads/2021/07/Alp_Stutz_BAFU_Cavigelli_Schneeberger_Simmen_20210630_110904.jpeg" alt="" class="wp-image-1815" srcset="https://infoplattform-grossraubtiere.ch/wp-content/uploads/2021/07/Alp_Stutz_BAFU_Cavigelli_Schneeberger_Simmen_20210630_110904.jpeg 1000w, https://infoplattform-grossraubtiere.ch/wp-content/uploads/2021/07/Alp_Stutz_BAFU_Cavigelli_Schneeberger_Simmen_20210630_110904-980x552.jpeg 980w, https://infoplattform-grossraubtiere.ch/wp-content/uploads/2021/07/Alp_Stutz_BAFU_Cavigelli_Schneeberger_Simmen_20210630_110904-480x270.jpeg 480w" sizes="auto, (min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1000px, 100vw" /><figcaption>Katrin Schneeberger wird von Regierungsrat Mario Cavigelli (links) und Gemeindepräsident Christian Simmen (rechts) begrüsst.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Pilotprojekt als Chance für Bund und Kanton</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Adrian Arquint sieht einen Lösungsansatz im von Graubünden erarbeitetem betriebsspezifischen Herdenschutzkonzept. Peter Küchler brachte zudem die Idee eines Pilotprojektes vor, mit dem mögliche Massnahmen getestet und überwacht werden könnten. Diese wären dann für die Ausarbeitung eines neuen Jagdgesetzes hilfreich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Batist Spinatsch verdeutlichte die bisherige Zusammenarbeit mit dem Bund anhand von Beispielen wie die Regionale landwirtschaftliche Strategie oder die Klimaneutrale Landwirtschaft Graubünden. Graubünden habe hierbei immer Hand geboten und die Zusammenarbeit zwischen den kantonalen Ämtern sei sehr gut, gerade beim Herdenschutz. Giochen Bearth, Amtsleiter Amt für Lebensmittel und Tiergesundheit (ALT) ist ein Pilotprojekt gut und wichtig. Auch er zählte erfolgreiche Beispiele (Moderhinkesanierung, Hof- und Weidetötung) aus seinem Amt auf. Es sei im föderalen System schwierig, schnell zu einer Lösung zu kommen, daher benötige es gewisse Freiheiten. «Graubünden ist gegenüber dem Bund loyal», betonte er und bot Hand mit den Worten: «Ex oriente lux.» – Aus dem Osten (kommt) das Licht. Für Daniel Buschauer, Amtsleiter ALG ist die Kenntnis der Zusammenarbeit wesentlich, die Koexistenz von Menschen und Wolf das Ziel. Ein Pilotprojekt ist die Vorbereitung auf die neue Gesetzgebung – klein, regional begrenzt mit einer gewissen Dynamik. Graubünden sei seiner Ansicht nach in der Lage dies umzusetzen. Dazu brauche es Vertrauen seitens BAFU.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="563" src="https://infoplattform-grossraubtiere.ch/wp-content/uploads/2021/07/Alp_Stutz_BAFU_Zauntor_20210630_095227.jpeg" alt="" class="wp-image-1816" srcset="https://infoplattform-grossraubtiere.ch/wp-content/uploads/2021/07/Alp_Stutz_BAFU_Zauntor_20210630_095227.jpeg 1000w, https://infoplattform-grossraubtiere.ch/wp-content/uploads/2021/07/Alp_Stutz_BAFU_Zauntor_20210630_095227-980x552.jpeg 980w, https://infoplattform-grossraubtiere.ch/wp-content/uploads/2021/07/Alp_Stutz_BAFU_Zauntor_20210630_095227-480x270.jpeg 480w" sizes="auto, (min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1000px, 100vw" /><figcaption>Ein perfekt signalisierter Zugang zu einer Alp entlang eines Wanderweges.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Regierungsrat Marcus Caduff wünschte, dass das Pilotprojekt zustande gebracht wird. Es sei sehr sinnvoll, wenn das BAFU mit dem Kanton Graubünden hier aktiv werden kann. Mario Cavigelli berichtete, dass die Regierungskonferenz der Gebirgskantone RKGK besser verstehen will, wie sich die Wolfpräsenz auf alles auswirkt. So könnten ebenfalls Rückschlüsse auf nationale Politik gezogen werden. Bei einem Pilotprojekt werde Graubünden auf jeden Fall eine Rolle spielen, ist er überzeugt. Nach Christian Simmen sei ein Pilotprojekt die Chance für das BAFU in drei bis fünf Jahren zur Einsicht nach einer Regulierung zu gelangen. Dazu möchte er auch Wolfbefürworter einladen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Katrin Schneeberger sieht Pilotprojekte als interessante Instrumente, die Anfang und Ende haben. Es gelte die gesetzlichen Grenzen zu analysieren, das dauere ihrer Einschätzung nach. Sie wünschte sich ebenso eine Prüfung für eine Ausdehnung dieses Pilotprojektes auf die Gebirgskantone.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Regierungsrat Mario Cavigelli dankte an Beteiligten für deren konstruktive Beteiligung und dem Alppersonal für die hervorragende Verpflegung. Er versprach Katrin Schneebergen mit Ideen aus Graubünden wieder auf sie zurückzukommen.</p>
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